Lexikon Kredite

Begriffe: Haushaltspauschale bis Kündigung

 

Haushaltspauschale

Vor der Vergabe eines Kredites kontrollieren die Kreditinstitute das Einkommen des Kreditnehmers. Was überprüft wird, ist, ob der Kreditnehmer tatsächlich gleichzeitig in der Lage ist, den Kredit abzubezahlen und den Lebensunterhalt zu bestreiten. In den meisten Fällen wird von den Banken eine untere Grenze gesetzt, die "Haushaltspauschale" heißt. Diese monatliche Hauspauschale ist nicht bei jedem Kreditinstitut gleich. Ein durchschnittliches Beispiel wäre das Folgende: Für einen Single-Haushalt ist die Grenze 790 Euro pro Monat und ein Paar sollte mit 995 Euro pro Monat rechnen. Wenn es in der Familie auch Kinder gibt, dann ist die Haushaltpauschale für den Lebensunterhalt mindestens 1.250 Euro pro Monat (vierköpfige Familie, oder einfach 154 Euro /Kind).

Falls die Haushaltpauschale nicht erreicht wird, kann der Antragsteller trotzdem seinen Kredit nehmen, falls andere Faktoren das begünstigen.

 

Jahreseffektivzins

Unter dem Begriff "Jahreseffektivzins" versteht man den Zins, der alle Kosten eines Ratenkredites enthält. In Details werden im Effektivzins die Bearbeitungsgebühren, der Nominalzins, der Auszahlungskurs und die Tilgung eines Kredites zusammengerechnet. Meist handelt es sich nur um einen anfänglichen Jahreseffektivzins, da sich nach der Zinsfestschreibungszeit die Bedingungen ändern können.

 

Konditionen

Der Begriff "Konditionen" wird im Finanzbereich als die von den Kreditinstituten bestimmten Bedingungen für die Vergabe eines Kredites definiert. Als Konditionen eines Kredites sind u.a. die Bereitstellungszinsen, die Tilgung, der Nominalzinssatz, die Dauer der Zinsfestschreibung zu verstehen. Was die besten Konditionen eines Kredites angeht, sollte man ausführlich vergleichen und auch feine Unterschiede nicht ignorieren, um am Ende die richtige Entscheidung zu treffen. Man darf  die Konditionen eines Kredites nicht mit den allgemeinen Darlehensbedingungen verwechseln, die die Rechtsbeziehungen zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer bestimmen.

 

Kontoführungsgebühren

Unter dem Begriff "Kontoführungsgebühren" versteht man die von den Banken verlangten Gebühren für die Führung eines Kontos. Zeitgemäß werden diese Beträge in der Regel vierteljährlich oder monatlich berechnet und häufig auch bei Baukrediten eingesetzt. Man sollte darauf achten, dass die Kontoführungsgebühren nach Preisangabeverordnung nicht im Effektivzins eines Kredites enthalten werden.

 

Konsumfinanzierung

Unter dem Begriff "Konsumfinanzierung" versteht man die Finanzierung eines privaten Bedarfes durch einen Konsumkredit. Als privater Bedarf wird z.B.  eine Reise, neue Möbel oder Elektrogeräte bezeichnet.  Für den Fall, dass die eigenen Mittel für die Deckung des Bedarfes nicht ausreichen, hat der Bedarfsträger die Möglichkeit, einen Konsumkredit aufzunehmen. Die Höhe der Kreditsumme eines Konsumkredites hängt erstens vom Bedarf ab, aber auch von weiteren Aspekten, wie der Bonität des Darlehensnehmers.

 

Kredit

Mit dem Begriff "Kredit" wird Geld bezeichnet, das unter vorher bestimmten Zurückzahlungsbedingungen an einen Kreditnehmer überlassen wird. Im Allgemeinen wird der Kreditnehmer an eine feste Tilgung bzw. an feste Rückzahlungstermine gebunden. Kreditinstitute, wie die Banken, bieten verschiedene Kreditformen. Ohne Zinsen und Rückzahlungsgarantie zahlen sie die  Kreditsumme nicht aus. Die fristgerechte Rückzahlung eines Kredites wird durch die Überprüfung der Bonität des Darlehensnehmers oder durch das Pfandrecht der Bank an einer Immobilie gesichert.

 

Kreditablösung

Unter dem Begriff "Kreditablösung" (häufig auch als Umschuldung genannt) versteht man die Ersatzmöglichkeit eines bestehenden durch einen neuen Kreditvertag. Man darf den neuen Kredit sowohl beim gleichen, als auch bei einem anderen Kreditinstitut abschließen. Grund einer Kreditablösung bzw. Umschuldung kann ein Kreditangebot mit besseren Konditionen oder mit einer geringeren Monatsrate sein.

 

Kreditkonsolidierung

Kreditkonsolidierung meint die Zusammenfassung von mehreren Darlehen zu einer Kreditverpflichtung. Bestehende Kreditschulden werden dadurch abgelöst. Wenn die Zinsaufwendungen weniger sind als die Summe der einzelnen Zinszahlungen, macht eine Konsolidierung Sinn.

 

Kreditvermittler

Kreditvermittler stehen im Falle eines Ratenkredites zwischen Kunden und Banken. Sie vermitteln nämlich Ratenkredite im Auftrag des Kreditnehmers mit den Kreditgebern.

 

Kündigung

Nach Ablauf von sechs Monaten und einer Kündigungsfrist von drei Monaten kann der Kreditnehmer nach gesetzlicher Vorgabe im BGB einen Ratenkredit kündigen. Andererseits kann auch der Kreditgeber den Vertrag kündigen. Dies geschieht meist nur dann, wenn der Kreditnehmer mit zwei aufeinanderfolgenden Raten in Verzug ist. Allerdings muss die Bank vor der Kreditkündigung zwei Mal gemahnt und die Kündigung schriftlich angedroht haben.

 

Kündigung (Konsumentenkredit)

Bei einem Konsumentenkredit behält der Kreditnehmer das Recht, jederzeit seine Schulden auszubezahlen. Eine besondere Regelung gilt nur für die ersten neun Monate der Kreditlaufzeit. Für diese Periode darf das Kreditinstitut sowohl die Zinsen als auch die diversen Nebenkosten beanspruchen (§ 14 VerbKrG).

 

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